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Aug 11
Zuletzt aktualisiert am 02. November 2012

Ververato

Ort

Ververato ist nur 7,5 km von der Stadt Chios entfernt und ist ein weiteres Dorf das zur Gemeinde Kampochora zählt. Man sieht es schon beim Verlassen von Halkios. Zifias im Süden, Halkios im Norden und Profitia Helias - all diese Gemeinden bilden beinahe eine Einheit im Gebiet Lavrinas. Dies erschließt sich vor allem dem Betrachter, der sich die Mühe macht, auf einen der felsigen Hügel der Berglandschaft von Petrana zu klettern und die beeindruckende Aussicht von dort zu genießen.

Das Dorf ist ebenfalls für seinen Teich und sein reichhaltiges Vorkommen an Wasser bekannt, und dass, obwohl es sehr klein ist. Ververato zählte bei der Volkszählung 1991 nur 340 Einwohner, die fast ausschließlich in der Landwirtschaft und dem intensiveren Gartenbau beschäftigt sind. Das alte Gemeindehaus ist heute das Büro der Be- und Entwässerungs-Gesellschaft von Kambochora. Nebenan, im gleichen Gebäude, gibt der Arzt des Dorfes sein Sprechstunden. Das Dorf besitzt auch ein kleines Sportstadium, das erst in den 1990ern seinen Betrieb aufgenommen hat.

Das Dorf ist immer noch lebendig, obwohl es seine alten Farben - einen Großteil seiner Kultur und seiner Tradition - eingebüßt hat. Der Rat für Bildung und Zivilbürgertum steht im Zentrum der verbliebenen Veranstaltungen. Er wird von den Bewohnern unterstützt und versucht mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, die Gegend wieder zum echten Leben zu erwecken.

Bemerkenswert ist die geschichtliche Entwicklung Ververatos. Es leistete in großem Maße Hilfe in den schlimmen Zeiten der Kriege. Zeugen sind die Ruinen der Burgen und Befestigungsanlagen, die bis heute überdauert haben. Der Name des Dorfes stammt - glaubt man den Geschichten seiner Bewohner - von "Ververis", dem Nachnamen eines spanischen Einwohners. Eines der Güter der Gegend gehörte dem Mann. Schade, dass nur einige wenige Überreste von Zivilisation uns daran erinnern und eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen.

Schaut man von oben auf das Dorf herab sieht man, dass die kleinen, zweistöckigen Häuser eine ganz eigene Form haben und miteinander verbunden zu sein scheinen. Die grünen Bäume bilden einen Kreis um sie herum und scheinen das Dorf zu umarmen. Jedenfalls gewährleisten sie auch im Hochsommer noch eine angenehme Frische.